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Der alte Pirat Prescott Bush hätte wahrscheinlich
seine Freude daran gehabt, in wieweit es seinen Nachfahren gelungen
ist, in seinem Geiste zu agieren. Er, der 1918 die Schändung
eines Apachenfriedhofes anführte, und den Schädel des
Häuptlings Geromino raubte, um sie zur Trophäe der Burschenschaft
Skull and Bones (Schädel und Knochen)
zu machen. Er, der in den dreißiger und Anfang der vierziger
Jahre mit der deutschen Luftwaffe Handel trieb, bis die drei Unternehmen,
in denen er wichtiger Aktionär war, wegen Handel mit dem Feind
bestraft wurden (wegen Verletzung des Trading with enemy act). Er,
der täglich mit Allen und Foster Dulles speiste (Chef des CIA
als John F. Kennedy ermordet wurde) Er, der den Häuptling der
Apachen zu sich bestellte, um ihm den Schädel von Geromino
zurückzugeben, was schlecht endete, denn er versuchte ihm irgend
einen beliebigen Schädel anzudrehen und beleidigte ihn somit
tödlich.
Sicher war er auch zufrieden mit seinem Erstgeboren George Herbert,
der zwar als Ölunternehmer erfolglos war, dafür als Agent
des CIA Karriere machte und 1976 zu seinem Chef ernannt wurde. Dies
trotz des wenig überzeugenden Resultats bei der Landung in
der kubanischen Schweinebucht, deren Koordinator er war. Aber er
bewies immerhin seine Treue zu Texas, zum Petrolium und zu seiner
Familie, denn er nannte die drei Invasionsschiffe Houston, Zapata
(Firmenname seiner ersten, vom Pech verfolgten Ölgesellschaft)
und Barbara (seine Frau). Er muss jedoch über diese seltsame
Liaison seines Sohnes in den 60iger mit einem arabischen Konstrukteur
hinweg gesehen haben, der manchmal nach Texas kam und versuchte,
in die Kreise der High Society von Texas eingeführt zu werden.
Jedenfall wurde dieser Muhammad Bin Laden dort nicht lange alt,
denn er stürzte beim Flug über den dortigen Olfeldern
ab, was so seine Lieblingsbeschäftigung wenig zufriedenstellend
gestaltete. Das war 1968 und die Welt dachte anders darüber.
George W. müsste Prescott jedoch anfänglich einigen Verdruss
bereitet haben. Er war ein Esel in der Schule (schaffte nur die
Mittlere C, Versetzung gefährdet), landete auf
dem letzten Platz bei der Aufnahmeprüfung für Luftstreitkräfte
der Nationalgarde (aber gerade recht, um den Vietnamkrieg nicht
mitmachen zu müssen) und er war den Whisky Flaschen, gefüllt
mit Bourbon und den Kokainfeldern äußerst zugeneigt.
Doch schließlich widmete auch er sich dem Business und Petroleum.
Mitte der 80iger Jahre gründete er die Arbusto Energy (was
soviel wie Bush auf Spanisch + Energie heißt) mit einigen
Freunden des Vaters als Gesellschafter (der CIA hat viele Freunde).
Sein Schulfreund und Militärkumpel James Bath beschaffte ihm
Einlagen von Khaled Bin Mafouz und von Salem Bin Laden ( ältester
Sohn von Muhammad Bin Laden und neues Oberhaupt der Familie). Zu
beachten ist die Person Mafouz. Er ist Bankier der königlichen
saudischen Familie und glücklicher Bräutigam einer Schwester
von Salem und Osama Bin Laden. Letzterer ist schon Leiter von Relief
und Blessed Relief, den zwei arabischen NGO`s, die heute als Tarnorganisationen
von Osama gelten.
George hat mit Geschäften keine glückliche Hand. Die Arbusto
scheitert, wird zur Bush Exploration und danach noch zum Spectrum
7 und darauf stellte sich unweigerlich der Bankrott ein. Doch Salem
ließ es in dieser Zeit nie an recht großzügiger
Unterstützung fehlen. Das Glück scheint George hold zu
sein, als die Harken Energy seiner Firma Spectrum eine Aktionärsquote
von gut 600000 Dollar auszahlt und ihm darüber hinaus eine
jährliche Summe von 120000 Dollar für einen Beratervertrag
festsetzt. In Kürze steckt er sich eine Million Dollar in die
Tasche, während die Harken Energy einige mehr verliert. Sie
verschafft ihm eine Bohrgenehmigung im Meer von Bahrein und dabei
wird noch Amoco und Esso ausgestochen. Das ist 1991 kurz vor Ausbruch
des Golf Krieges. Bush Senior ist damals Präsident und der
einheimische Scheich zieht vor, bei der Erteilung der Bohrkonzession
nichts zu riskieren. Außerdem gehörte er zum Freundeskreis
des Bush-Clans. Khalifa, Mafouz und Bin Laden waren mit von der
Party, als die BCCI immense Geldströme bewegte, um das Geschäft
Iran-Contra zu finanzieren. Übrigens, als Ende 80 die Republikaner
sich heimlich in Paris mit den moderaten Khomeinianhängern
trafen, um über die Auslieferung der amerikanischen Geiseln
in Teheran zu verhandeln und dadurch Jimmy Carter bei den Wahlen
austricksten, begab sich George Bush im Eilschritt zu diesem Gipfel
an Bord des Flugzeuges von Bin Laden.
George W. hat wenig Glück mit seinen Partnern. Es ergab sich,
dass Salem, 1988, ebenfalls über den Ölfeldern von Texas
abstürzte. Der Zufall erscheint vielen zu offensichtlich, doch
kann versichert werden, dass die Untersuchungen über das Unglück
sehr genau geführt wurden. Was dabei herauskam, wurde jedoch
nie veröffentlicht. Kurz darauf, stirbt ein weiterer Protagonist
des Pariser Treffens, der Mossad-Geheimdienstagent Amiram Nir, bei
einem Flugzeugunglück. Es gibt keine Verdachtsmomente, denn
er stürzt über Mexiko und nicht in Texas ab.
Das Unglück verfolgt auch die Journalisten, die sich mit Bush
beschäftigen. Danny Casolaro schreibt an einem Buch Untanglig
the Octopus), ein Versuch, das Netz der großen und kleinen
Machenschaften des Vaterpräsidenten zu rekonstruieren. Bevor
er es jedoch beendet, zieht er es vor, Selbstmord zu begehen, weil
er sich plötzlich als Versager dünkt, das berichtet Steve
Mizrach (Cyberantropologe University Florida, d.R.). Das gleiche
Schicksal ereilte James H. Hatfield, 43 Jahre, dem es noch gelang,
A Fortunate Son: George W. Bush and the making of an American
President zu veröffentlichen. Es handelt sich um eine
nicht autorisierte Biographie von 1999, die enthüllt, dass
George seine Zuneigung zum Kokain verheimlicht hat. Nach dem Gesetz
des Gegenschlages wird er, an einer Überdosis gestorben, in
einem Hotel von Springdale in Arkansas, am 18. Juli des gleichen
Jahres tot aufgefunden.
Jetzt geht es natürlich Osama an den Kragen. Nicht wegen des
Geschäfts, sondern weil der CIA untersucht. Vielleicht haben
die 52 anderen Brüder dagegen etwas einzuwenden. Doch wie Prescott
Bush sagt, in einem Weltkrieg ist Platz genug, die Unannehmlichkeiten
von alten Geschäftspartnern ins Reine zu bringen.
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